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Wachstum

Ab dem 14. Lebensjahr spricht man von Jugendlichen. Mädchen sind in der körperlichen Entwicklung den Buben häufig ein wenig voraus. Unabhängig vom Geschlecht findet das Längenwachstum allmählich sein Ende, die Wachstumsfugen schließen sich, der Knochen gewinnt durch seitliche Knochenanlagerung über die Beinhaut an Stärke, das endgültige Skelett formt sich aus.

Die Muskulatur wird stärker, die Anforderungen an Sehnen und Bänder ändern sich. Spezielle Kenntnisse dieser Veränderungen lassen Aussagen über den Endzustand des Skelettes und dessen Bedeutung für das weitere Leben nun zu. Manche Situationen können ein ärztliches Handeln erforderlich machen. Selten sind operative Korrekturen angezeigt. In diesem Lebensabschnitt des jungen Menschen können diese ohne zusätzliche Schädigung realisiert und Spätfolgen mit großer Wahrscheinlichkeit vermieden werden.

Verletzungen nach Unfällen

Auch die Verletzungsmuster bei Jugendlichen nach Unfällen sind geprägt durch oben genannte Besonderheiten. Spezielle Bruchformen finden sich nur in diesem Alter bedingt durch den stattfindenden Verschluss der Wachstumsfugen. Das Korrekturpotential des Skeletts verringert sich stark, jedoch asymmetrisch bezogen auf Körperregion und Bewegungsebene. Der Knochen überwiegt an Festigkeit den Sehnen und Bändern, sodass die Verletzung zunehmend der des Erwachsenen ähnelt.

Im Bereich der Gelenke reißt nicht wie im Kindesalter der Knochen mit dem intakten Band oder der intakten Sehne am Ursprung oder Ansatz aus, sondern es finden sich Rupturen des Bandes oder der Sehne selbst. Eine folgenlose Ausheilung ist in vielen Fällen dennoch möglich.

Sportverletzungen

Ebenfalls zu berücksichtigen ist das veränderte Freizeit- und Sportverhalten unserer Gesellschaft. Risikosportarten erfreuen sich vor allem bei Jugendlichen großer Beliebtheit. Schwere und komplexe Verletzungen nehmen zu, der zeitliche Druck zur Rückkehr in das gewohnte Leben ist auch in dieser Altersgruppe vorhanden. Moderne Operationstechniken haben vieles an Verbesserung bewirkt und lassen diesem Wunsch oft entsprechen. Die Möglichkeiten zur äußeren Ruhigstellung über Schienen und Orthesen wurden ebenfalls deutlich verbessert und entsprechen den Anforderungen unserer Zeit.

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Auswahl des therapeutischen Spektrums beim Jugendlichen

  • Behandlung und Beratung von und bei Überlastungsschäden des Bewegungsapparates
  • Behandlung und Beratung sportartspezifischer Beeinträchtigungen am wachsenden Skelett
  • Beinachsenbeurteilung und Vermessung
  • Behandlung von Beinlängendifferenzen
  • Bewertung von Normvarianten und Veränderungen des Fußes
  • Bewertung von Form und Funktion der Kniescheibe
  • Operative Behandlung von Instabilitäten der Kniescheibe
  • Therapieplanung und Behandlung von akuten Verletzungen des Bewegungsapparats
  • Operative und konservative Behandlung von Wirbelsäulenverletzungen
  • Therapieplanung und Behandlung von Verletzungen mit verbliebenen Spätfolgen
  • Behandlung operativ und konservativ von Gelenkverletzungen der oberen und unteren Extremität
  • Behandlung von Knorpelschäden an den Gelenken operativ und konservativ
  • Individuelle Beratung und Therapieplanung unterschiedlicher angeborener oder erworbener Veränderungen des Bewegungsapparates